Bildzeitung vom 16.09.2011 - Witwe verklagt Klinik auf 180.000 €

Krankenschwester öffnete verwirrten Patienten das Fenster. Der sprang daraufhin in den Tod…

Voerde- Mit Tränen in den Augen steht Beate S. (70) am Grab ihres geliebten Mannes. Sie trägt auch sechs Jahre nach dem tragischen Tod von Franz- Gerhard S. (66) noch die Farbe der Trauer…
Die tragische Geschichte: Franz- Gerhard S. (66) stürzte 2005 vom Rad, hatte Herzflimmern, musste reanimiert werden. Er kam in eine Klinik nach Wesel. Sein Zustand verschlechterte sich rapide. Franz- Gerhard S. war verwirrt und hilflos. Als er eines Nachts wieder nach Hause wollte, wollte die Schwester ihn wohl beruhigen, ihn überzeugen, dass das Wetter zu schlecht sei, um rauszugehen. Also öffnete sie ein Fenster, um ihm den Regen zu zeigen. Dann das Drama! Beate S.: „ Mein Mann hat die Schwester zur Seite geschubst, einen Stuhl auf den Tisch gestellt und ist auf die Fensterbank gestiegen. Sie wollte ihn noch fassen…“ Doch Franz- Gerhard stürzt in eine Baugrube, stirbt. Jetzt klagte Beate S. gegen das Krankenhaus, fordert rund 180.000 € Schmerzensgeld. Die Witwe: „ Soll ich der Schwester einen Vorwurf machen? Sie hat es wahrscheinlich gut gemeint. Ich habe aber einfach keine Ruhe gefunden, bin total zerrissen. Wir haben zwei behinderte Söhne. Wenn ich jetzt mal nicht mehr da bin, einer muss doch für sie sorgen.“ Klinik- Geschäftsführer Heinrich Schnieders (60): „ Es läuft ein Zivilprozess, deshalb kann ich dazu keine Stellungnahme abgeben. Wenn in der Krankenhausorganisation aber etwas falsch gelaufen wäre, würde die Staatsanwaltsschaft ermitteln. Das ist mir aber nicht bekannt.“  Beates Anwalt Stefan Hermann (45, Marl) zu BILD: „ Es ist unbegreiflich und unverantwortlich, dass die Schwester den Mann nicht festgehalten hat. Das Krankenhaus hätte verhindern müssen, dass der Mann überhaupt auf den Stuhl steigt.“ Mittlerweile liegt ein Vergleichs-Angebot vor: 75.000 Euro.                                                                  
 

Marl Aktuell vom 03.09.2011 - Patient stürzt aus Klinik-Fenster: tot

Marler Patientenanwalt Stefan Hermann kämpft für die Angehörigen


Marl/ Wesel. Eigentlich war Beate Solf‘s Ehemann (66) „top fit“. Doch im November 2005 stürzte er in Folge eines Herzschlages vom Fahrrad auf den Kopf und erlitt eine Sauerstoffunterversorgung des Gehirns. Diese führte zu Verwirrtheitszuständen und Desorientierung, so dass er in einem Weseler Krankenhaus unter besonderer Beobachtung stand und nachts fixiert werden musste. Als er erneut in einem Anfall starker Verwirrtheit lautstark verlangte, ihn nach Hause zu lassen, öffnete eine Stationsschwester ein Fenster um ihn zu „überzeugen“, dass das Wetter viel zu schlecht sei um nach draußen zu gehen. „Als mein Mann das geöffnete Fenster sah, dachte er wohl, er solle dort heraus“, erinnert sich Beate Solf. Denn der stieg auf einen Stuhl, dann auf einen Tisch und schließlich auf den Fenstersims. Von dort stürzte er acht Meter in die Tiefe, kopfüber in eine Baugrube und verstarb. „Warum die Stationsschwester den Ehemann meiner Mandantin nicht zurückgehalten hat, ist genauso unbegreiflich wie unverantwortlich“, so der Marler Arzthaftungsexperte, Stefan Hermann (45). Dass das Krankenhaus haften muss sei sicher, erklärt er. Er habe das Gericht schon überzeugen können, dass ein Haftungsfall des Krankenhauses vorliege. Den Gesamtschaden hat der Patientenanwalt mit 180.000 Euro geltend gemacht. „Für die Höhe des Schmerzensgeldes kommt es nun darauf an, ob der Ehemann meiner Mandantin sofort tot war, oder noch leiden musste“, erklärt Hermann. Wie die Beweisaufnahme ergeben hat, brauchte die Feuerwehr wegen des schlechten Wetters etwa eine halbe Stunde, bis sie sich zum Opfer abgeseilt hatte. Reanimationsmaßnahmen konnten in der Baugrube nicht durchgeführt werden. „Die spannende Frage ist, wer nun was beweisen muss“, erklärt der Experte. „Die Voraussetzungen für ein Schmerzensgeld muss grundsätzlich der Patient beweisen. Das heißt, Frau Solf müsste beweisen, dass ihr Mann noch einige Zeit gelebt hat. Auf der anderen Seite muss jede Partei die für sie günstigen Tatsachen beweisen. Da im Falle des sofortigen Todes das Schmerzensgeld geringer und der sofortige Tod damit für das Krankenhaus eine günstige Tatsache wäre, müsste diese also vom Krankenhaus bewiesen werden“, erläutert der Experte. Das Gericht berät noch. Und über noch etwas muss das Gericht nachdenken: ein Schmerzensgeld für die Ehefrau selbst. Ein solches sogenanntes Angehörigenschmerzensgeld gibt es in ganz Europa, nicht aber in Deutschland. Wenn das Gericht der Ehefrau ein eigenes Schmerzensgeld zugesteht, wäre das bahnbrechend. „Wir werden notfalls bis vor den europäischen Gerichtshof ziehen“, zeigt sich Hermann gewohnt kämpferisch.
 

Züricher Glückspost vom 10.08.2011 - Mein Mann fiel tot vom Stuhl

"Mein Mann fiel tot vom Stuhl"

Der Schrebergarten war sein größtes Hobby. Jede freie Minute verbrachte Thomas Sauer aus Gladbeck in seinem grünen Paradies. Doch dieses Paradies wurde ihm zum Verhängnis: Der Gärtner aus Leidenschaft starb dort an einem allergischen Schock.

Obwohl sein Tod jetzt schon zwei Jahre zurück liegt, erinnert sich Witwe Barbara Sauer noch genau an den letzten gemeinsamen Tag mit ihrem Mann: „Es war der 5. Juli 2009. Familie und Freunde hatten sich zum Grillen angesagt. Es war gegen 13:30 Uhr, als ich einen Schrei und ein lautes Platschen hörte. Dann sah ich Thomas im Pool liegen, in den er sich gerettet hatte. Panisch rief er: „Geh weg von den Sträuchern, überall sind Wespen!“ Die Insekten hatten ihn angegriffen, nachdem er eine Lautsprecherbox aus den Sträuchern holen und reparieren wollte.

Barbara Sauer: „Thomas hatte die Box dort montiert. Sie war kaputt, doch er entdeckte viel zu spät, dass sich im Gebüsch ein Wespennest befand. Die Tiere stachen den hilflosen Mann in den Kopf, in die Arme, den Oberkörper. Barbara Sauer rief den Notarzt, denn sie wusste in welcher Gefahr ihr Thomas schwebte: „Er war allergisch gegen diese Stiche“. Der Notarzt entschied, Thomas Sauer ins Spital zu bringen. Barbara Sauer informierte dort den behandelnden Arzt wegen der Allergie, dieser aber ignorierte ihre Worte. Er sagte mit Blick auf die geröteten Stellen: „Sie haben einen Sonnenbrand. Ich gebe Ihnen Tabletten und ein Gel.“ Eine Fehldiagnose mit tödlichen Folgen.

Das Ehepaar Sauer fuhr zurück in den Garten. Sie wollten die Gäste heimschicken, denn Thomas war immer noch übel, sein Kopf schmerzte. Gerade hatten sich alle um den Gartentisch versammelt, da verdrehte er die Augen und fiel zur Seite von seinem Stuhl. Seine Frau sagt: „Er war sofort tot. Wir haben noch alles versucht, Herzmassage, Mund-zu-Mund-Beatmung. Es war zu spät!“ Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Klinik-Arzt wegen fahrlässiger Tötung und schaltete einen Gutachter ein.

Patientenanwalt Stefan Hermann (45), der Barbara Sauer vertritt: „Der Gutachter sagt, eine medikamentöse Therapie, verbunden mit einer stationären Aufnahme des Patienten, hätte erfolgen müssen. Der Anwalt fordert für Barbara Sauer Schmerzensgeld und Schadensersatz von den Verantwortlichen des Spitals in Höhe von 70.000,- Doch die Liebe ihres Lebens ist für immer verloren: „Wir waren 22 Jahre glücklich. Ich hätte meinen Mann immer wieder geheiratet“, sagt sie. Hass gegen den Arzt hegt sie keinen, aber sie fragt sich: „Wie kann er selbst mit dieser Schuld leben“.
 

Bildzeitung vom 04.07.2011 - Versicherung zahlt freiwillig Schmerzensgeld für Ärztefehler!

Schlaganfall nicht erkannt. 

600.000 Euro für ein Leben im Rollstuhl                                                                              

„Ich würde gerne auf das Geld verzichten, wenn ich nur gesund wäre!“ (Schlaganfall-Opfer Karin B.)

Gronau - Diese Frau sitzt im Rollstuhl, weil Ärzte am Antonius -Hospital in Gronau Fehler machten und einen Schlaganfall zu spät erkannten…

Jetzt muss Karin B. (63) mit den Folgen leben. Aber ihr Mann Johannes (66) kümmert sich liebevoll um seine behinderte Frau, hebt sie in den Rollstuhl, legt dann zärtlich seine Hand auf ihre Schulter, und drückt Karin fest an sich. Er ist 24 Stunden nur für seine Frau da.

Der bittere Einschnitt für das Paar passierte im August 2008. Karin B. kommt mit über 200 Blutdruck ins Krankenhaus. Alles spricht für einen Schlaganfall. Doch auf dem CT (Computertomograph) ist nichts zu erkennen.

Johannes B.: „Gegen Abend die ersten Ausfälle. Die Sprache meiner Frau war verwaschen, es gab Lähmungserscheinungen. Die Ärzte haben aber nicht unternommen. Erst morgens um 7:30 Uhr wurde sie zum Glück nach Münster verlegt.“

Die Schockdiagnose: Die linke Hirnhälfte der Frau ist tot! Es folgen Operationen, Koma, Läh­mungen der rechten Körperhälfte, Reha.

In seiner Wut nahm sich Johannes B. Patientenanwalt Stefan Hermann (45, Marl) zur Hilfe. Der kon­taktierte die Klinikversicherung. Und die zahlte. Der Anwalt: „Gutachten und Klinikärzte haben die Fehler bestätigt. Ohne einen Prozess konnten wir die Rekordsumme von 610.000 Euro aus­handeln. Das ist ein überragendes Ergebnis.“

Karin B. ist trotz ihrer Behinderung sehr tapfer, sagt: „ Es geht weiter. Wir kämpfen. Aber ohne mei­nen Johannes würde ich das nicht schaffen.“

Kliniksprecher Ralf Flege: “Diese Fehler bedauern wir zutiefst. Die zeitnahe Schadensregulierung liegt im Interesse der Patientin. Wir haben Maßnahmen ergriffen, die eine Wiederholung dieses Falles ausschließen sollen.“

Sonntagsblatt vom 18.06.2011 - Klinik zahlt 610.000 Euro nach Schlaganfall

Behandlung kam zu spät. Marler Arzthaftungsexperte Stefan Hermann verhandelt erfolgreich

 Gronau/ Marl. Vor zwei Jahren, im Sommer 2008, war Karin Büscher mit Ihren 61 Jahren „top fit und immer auf Achse“, wie ihr Ehemann sagt. Doch dann erlitt sie einen Schlaganfall, der ihr Leben verändern sollte. Trotz eindeutiger Symptome wurde sie in einem Gronauer Krankenhaus erst nach 11 Stunden behandelt. Zu spät! Karin Büscher ist heute halbseitig gelähmt und hat Pflegestufe 2. „Meine Frau hatte dabei noch Glück, dass Ihr Sprachzentrum nicht beschädigt wurde und mit mir reden kann“, sagt ihr Ehemann, der sich den ganzen Tag liebevoll um sie kümmert. Nachdem der erste Schock verarbeitet und das Leben auf die neue Situation angepasst worden war, wandte sich Karin Büscher im Januar 2011 an den Marler Arzthaftungsexperten Stefan Hermann (45). Dieser konnte gemeinsam mit seiner Kollegin Sabrina Diehl ohne gerichtliches Verfahren  nach nur vier Monaten eine Abfindung in Höhe von 610.000 Euro aushandeln. „Das ist ein sensationelles Ergebnis, mit dem ich nie gerechnet hätte“, sagt Karin Büscher. Das Marler Experten-Duo Hermann und Diehl macht bereits seit Jahren bundesweit Schlagzeilen mit Ihren Erfolgen, zuletzt Anfang des Jahres, als Sie das Rekordschmerzensgeld von 600.000 Euro für einen behinderten Jungen oder einen Haushaltsführungsschaden in Höhe von 1.720 Euro monatlich für eine Hausfrau durchsetzten, die einen Unterarm und einen Fuß verloren hatte (das Sonntagsblatt berichtete). „Da es mir trotz der halbseitigen Lähmung noch entsprechend gut geht, werden wir jetzt erst einmal eine Kreuzfahrt machen und dann sehen wir weiter“, sagt Karin Büscher, die zunächst erhebliche Kosten für den behindertengerechten Umbau ihres Hauses aufgebracht hat. Aufgeben kommt für die mittlerweile 64jährige und ihrem Ehemann nicht in Betracht, den man wisse ja nie, was das Leben noch mit sich bringe.

Neue Post vom 15.06.2011 - Wespenstiche - Da fiel mein Mann tot vom Stuhl

Der Schrebergarten war sein größtes Hobby. Jede freie Minute verbrachte Thomas Sauer aus Gladbeck (Ruhrgebiet) in seinem grünen Paradies. Doch dieses Paradies wurde ihm zum Verhängnis: Der Gärtner aus Leidenschaft starb dort an einem allergischen Schock. Obwohl sein Tod jetzt schon zwei Jahre zurückliegt, erinnert sich Witwe Barbara Sauer (49, Verkäuferin) noch genau an den letzten gemeinsamen Tag mit ihrem Mann: „Es war der 5. Juli 2009. Familie du Freunde hatten sich zum Grillen angesagt. Es war gegen 13:30 Uhr, als ich einen Schrei und ein lautes Platschen hörte. Dann sah ich Thomas im Pool liegen, in den er sich gerettet hatte. Panisch rief er: „Geh weg von den Sträuchern! Überallsind Wespen!“ Seine Frau rief sofort den Notarzt, ahnte die Gefahr. Die Insekten hatten ihn angegriffen, nachdem er eine Lautsprecherbox aus den Sträuchern holen und reparieren wollte. Barbara Sauer: „Thomas hatte die Box dort montiert. Sie war kaputt, doch er entdeckte viel zu spät, dass sich im Gebüsch ein Wespennest befand.“ Die Tiere stachen den hilflosen Mann in den Kopf, in die Arme, den Oberkörper. Barbara sauer rief den Notarzt, denn sie wusste, in welcher Gefahr ihr Thomas schwebte: „Er war allergisch gegen diese Stiche.“ Der Notarzt entschied, Thomas Sauer ins Krankenhaus zu bringen. Barbara Sauer informierte dort den behandelnden Arzt wegen der Allergie, dieser aber ignorierte ihre Worte. Er sagte mit Blick auf die geröteten Stellen: „Sie haben einen Sonnenbrand. Ich gebe Ihnen Tabletten und ein Gel.“ Eine Fehl-Diagnose mit tödlichen Folgen. Das Ehepaar Sauer fuhr zurück in den Garten. Sie wollten den Gästen absagen, denn Thomas war immer noch übel, sein Kopf schmerzte. Gerade hatten sich alle um den Gartentisch versammelt, da verdrehte er die Augen und fiel zur Seite. Seine Frau, die mit den Tränen kämpft, sagt: „Er war sofort tot. Wir haben noch alles versucht, Herzmassage, Mund-zu-Mund-Beatmung, es war zu spät.“ Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Klinik-Arzt wegen fahrlässiger Tötung und schaltete einen Gutachter ein. Patientenanwalt Stefan Hermann (45), der Barbara Sauer vertritt: „Der Gutachter sagt, eine medikamentöse Therapie verbunden mit einer stationären Aufnahme des Patienten hätte erfolgen müssen.“ Der Anwalt fordert für Barbara Sauer Schmerzensgeld und Schadenersatz von den Verantwortlichen des Krankenhauses in Höhe von 63.000,-€. Doch die Liebe ihres Lebens ist für immer verloren: „Wir waren 22 Jahre glücklich. Ich hätte meinen Mann immer wieder geheiratet“, sagt sie. Hass gegen den Arzt hegt sie keinen, aber sie fragt sich: „Wie kann er selbst mit dieser Schuld leben?“

Glückspost (Schweiz) Juni 2011 - Unser Sohn ist ein Pflegefall, weil die Ärzte im Spital pfuschten

Weil Anita K. während ihrer Schwangerschaft falsch behandelt wurde, wird ihr Kind für immer behindert bleiben. Jetzt kämpft sie mit ihrem Ehemann gegen das Krankhaus.

Sie freute sich so auf die Geburt ihres ersten Kindes. Doch im Spital kam es zu dramatischen Szenen! Fast hätte Anita K. (43) die Entbindung nicht überlebt – und ihr Sohn ist seitdem schwerstbehindert.
Besuch bei der Familie: Gestützt von seinem Vater Thorsten K. (43) müht sich Dominik (12) die Treppe zu seinem Zimmer hoch. Er ist blind, hat keinen Tastsinn, die Orientierung fehlt. Dominik ist ein hundertprozentiger Pflegefall. „Mit seiner Geburt hat sich unser Leben radikal geändert“, erzählt der Arbeiter. Sanft drückt er sein Kind. „Dominik ist ein Kämpfer. Totz seines Schicksals hat er fast immer ein Lächeln auf den Lippen. Das bewundern wir an ihm.“ Vier Monate vor dem Geburtstermin kam Anita in eine Klinik. „Ich hatte Frühwehen und Atemnot. Die Ärtze meinten, ich würde nur hyperventilieren“. Dabei war der Zustand der Hochschwangeren sehr kritisch.

Anwalt Stefan Hermann (45) vertritt die Familie. Er sagt: „Frau K. hatte in Wahrheit eine Lungenembolie. Zur Beruhigung stülpte man ihr eine Plastiktüte über den Kopf! Zwei Wochen später musste Anita K. in  eine andere Klinik verlegt werden. „Das Baby wurde per Kaiserschnitt geholt. Dabei erlitt meine Mandantin einen Herzstillstand, musste wiederbelebt werden“, erläutert der Patientenanwalt. Torsten K. erinnert sich genau: „Es war schrecklich“. Ein Arzt kam blutverschmiert aus dem OP-Saal. Dann sage er, meine Frau könne den zweiten Geburtstag feiern. Ihr Tod konnte in letzter Sekunde verhindert werden – auch unser Sohn lebte“.
Doch das Frühchen wog nur 850 Gramm. Keiner der Ärzte konnte sagen, ob es durchkommt. Die Sorge um ihr Baby ließ die jungen Eltern kaum schlafen. Sie beteten und bangten. Als sie dann erfuhren, wie schwer ihr Kind behinder ist, kamen erste Vorwürfe: Verzweifelt fragten sie sich, was sie falsch gemacht hatten. Doch nach Einblick in die Spitalakte wird ihnen klar, dass medizinische Fehler offenbar das Leben ihres Sohnes zerstörten. Ständig kämpft das Paar um das Wohl Dominiks. Er wird rund um die Uhr betreut. Ohne die Unterstützung der Oma wäre das unmöglich. Familie K. forder von der ersten Klinik Schadenersatz und Schmerzensgeld. Sie will eine Absicherung für ihr Kind. Tapfer sagten Thorsten und Anita: „Wir lieben unseren Sohn – so wie er ist“.

Bildzeitung vom 31.05.2011 - Tod nach Wespenstich

Der Doktor hatte Thomas S. (47) einfach nach Hause geschickt. Stunden später starb der Familienvater.

Gladbeck - Tief geschockt kniet Barbara S (49) am Grab ihres geliebten Mannes Thomas (+47). Sie kann noch immer nicht fassen, was passiert ist.

Es ist der 5. Juli 2009. Das Paar erwartet Gäste zur Gartenparty. Als der Fleischermeister eine defekte Lautsprecher-Box austauscht, fasst er in ein Wespennest, wird in Kopf, Arm und Oberkörper gestochen. Drei Stunden später stirbt er an einem anaphylaktischen Schock (siehe Kasten).

Barbara S. zu BILD: „Er hat geschrien, sprang sofort in den Pool. Ich habe ihn dann rausgeholt und den Notarzt gerufen. Ihm war schlecht, er hatte Schmerzen. Im Krankenhaus habe ich dem Arzt noch gesagt, dass Thomas allergisch auf Wespenstiche reagiert. Er hat ihn abgetastet, kam nur zur Diagnose Sonnenbrand. Wegen der Stiche gab er ihm Fenestiel-Tabletten und salbe. Dann sind wir wieder gefahren.“
Wieder im Garten angekommen legt sich der Familienvater auf eine Bank. Plötzlich wird ihm schlecht, er verdreht die Augen, bricht zusammen - und stirbt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, stellt das Verfahren aber gegen den behandelnden Arzt gegen eine freiwillige Zahlung von 5.000 Euro ein. Jetzt hat Barbara S. den Mediziner des St. Barbara-Hospital in Gladbeck auf Schmerzensgeld verklagt, fordert rund 64.000 Euro.
Patientenanwalt Stefan Hermann (46, Marl): „Dem Arzt war bewusst, dass der Patient allergisch war. Er hätte den Mann nicht wieder nach Hause entlassen dürfen. Das war sein Todesurteil.“

Der Gladbecker Chefarzt Dr. Notger Brüstle (59) auf BILD-Anfrage: Es tut uns natürlich Leid, dass so ein junger Mann verstorben ist. Jeder Tod, der uns betrifft, löst unwillkürlich unser Bedauern aus. Die Gutachten gehen aber nicht von einem Ärztefehler aus.“
Das Herz kann versagen

Ein anaphylaktischer Schock kann unter anderem durch Lebensmittel, tierische Gifte und Medikamente ausgelöst werden. Je schneller allergische Reaktionen auftreten, desto wahrscheinlicher sind Komplikationen wie Angstgefühle, Krämpfe, Juckreitz und Blutdruckabfall. Ein anaphylaktischer Schock kann zu Versagen des Herz-Kreislauf-Systems führen und muss unbedingt im Krankenhaus behandelt werden.

Hier wurde Thomas S. behandelt. Hetzt geht es im Zivilprozess und Schmerzensgeld.
 

Freizeitspaß vom 18.05.2011 - Tödlicher Ärztepfuscht

Weil man einen gefährlichen Wespenstich für Sonnenbrand hielt, musste mein Mann sterben.

Obwohl Barbara Sauer in der Klinik auf die Allergie ihres Mannes hinwies, schickte man die beiden mit einem Gel wieder nach Hause. Eine Stunde später kam es zur Katastrophe.

Der Garten war sein größtes Hobby. Jede freie Minute war Fleischermeister Thomas Sauer (t 47) aus Gladbeck (NRW) in seinem kleinen Paradies. „ Das war sein zweites Zuhause. Er scherzte oft:  Hier will ich eines Tages tot umfallen“, erinnert sich Barbara Sauer (49) traurig. Keiner ahnte, dass dies schreckliche Realität werden sollte.
Fatal. Es war ein heißer Tag, Freunde hatten sich zum Grillen angesagt. „ Plötzlich hörte ich einen Schrei und ein lautes Platschen“ , erinnert sich Barbara Sauer. „ Dann sah ich Thomas im Pool liegen. Er schrie: , Geh weg von den Sträuchern, da sind überall Wespen!“
Angriff. Sie hatten in attackiert, nachdem er eine kaputte Lautsprecherbox aus der Hecke holen wollte. Zu spät bemerkte er, dass dort ein Wespennest war. Sie stachen ihn überall. Kopf, Arme, Oberkörper!

Ihm wurde übel, er hatte Schmerzen.

In Panik sprang er in den Pool. Danach plagte er über starke Schmerzen und Übelkeit. „ Der Notarzt kam, wir fuhren in die Klinik. Dort habe ich dem diensthabenden Arzt gesagt, dass mein Mann gegen Wespenstiche allergisch ist. Er meinte nur lapidar, dass Stiche eben schmerzhaft seien.“
Irrtum. Beim Abtasten der gerötet Stellen kam der Arzt zur folgenschweren Fehl-Diagnose: Sonnenbrand! Der Mediziner gab Thomas Sauer Tabletten und Gel mit. Und schickte das Paar heim.
Drama. Zurück im Kleingarten ging es Barbaras Mann schlechter.

Ihr Mann starb an einem Schock.

Plötzlich verdrehte er die Augen - und fiel um! „ Wir haben noch Herzmassage versucht. Es war zu spät. Er war tot.“
Die Staatsanwaltschaft Essen ermittelte wegen fahrlässiger Tötung und schaltete einen Gutachter ein. Sein Ergebnis: Thomas Sauer starb durch einen allergischen Schock und hätte gerettet werden können. Dennoch wurde das Verfahren gegen den Arzt vorläufig eingestellt. Auf eine Entschuldigung der Klinik wartete die Witwe vergebens …

Glücksrevue April 2011 - "Mein Arzt hat mein Leben zerstört!"

Sehnenscheiden-Entzündung - für Dr. A. war die Diagnose klar. Selbst dann noch, als die Symptome schlimmer wurden. Seine Patientin muss nun die Folgen tragen


„Mama, hilf mir doch mal …“ Wie gerne würde Ursula Dürr (35) aus Dorsten (NRW) das tun.  Wie gern würde sie mit ihrer Kleinsten mal wieder Bauklötze aufeinanderstapeln oder Kekse backen. Ganz wie vor einigen Monaten noch. „Mein Arm wurde rot und dunkelblau!“ Doch jetzt ist Ursula behindert, ein Pflegefall. Ihr fehlen die linke Hand und der rechte Fuß. Schuld daran, davon sind sie und ihr Mann Norbert (50) überzeugt, ist die falsche Diagnose eines Arztes. Ursulas Leidensweg begann vor einem Jahr. Der Tag im März 2010 fing so schön an: Die junge Mutter spielte mit ihren Kindern Magdalena (4), Johanna (7), Melina (11) und Gabriel (14). Dabei nahm sie ihre Jüngste auf den Arm. „Da fuhr mir ein Stechen durch den linken Unterarm“, erinnerte sie sich. „Aber ich habe mir weiter nichts dabei gedacht.“ Doch die Schmerzen wurden schlimmer. Also brachte Norbert (50) seine Frau zum Arzt. Der hatte schnell eine Diagnose parat: Sehnenscheidenentzündung. „Ursula bekam Schmerztabletten, und der Arzt legte ihr einen Salbenverband an“, erinnert sich Norbert. Weder das eine, noch das andere half. „Der Schmerz zog sich immer höher in den linken Arm hinaus, schließlich konnte ich diesen nicht mehr bewegen!“ Bald wurde Ursulas Hand rot, irgendwann dunkelblau. Doch ihr Arzt, Dr. A., blieb bei seiner Diagnose. Voller Panik suchte das Ehepaar einen Hand-Spezialisten auf. „Die Ärzte dort waren entsetzt über das was sie sahen! Eine Embolie hatte die Blutgefäße in meinem Arm vollständig verschlossen - der Arm war schon längst nicht mehr durchblutet!“ Verzweifelt versuchten sie, den Arm zu retten - vergeblich! Es blieb nur noch ein letzter Ausweg: Amputation! In der Uniklinik Münster wurde schließlich die linke Hand abgenommen.  Doch damit hatte der Schrecken noch kein Ende: Ursula erlitt eine zweite Embolie, diesmal in ihrem rechten Fuß. Die Ärzte hatten keine andere Wahl, als auch diesen zu amputieren! „Ich werde nie wieder ein normales Leben haben und für meine Kinder voll und ganz da sein können“, sagt Ursula Dürr voller Bitterkeit. Der Patientenanwalt Stefan Hermann (45) aus Marl kämpft jetzt für das Recht der Familie: „Wir werden dem Arzt vor, dass er über vier Wochen bei seiner falschen Diagnose blieb. Dadurch schwebte Ursula Dürr zeitweise in Lebensgefahr!“ Dr. A.  bestreitet jedoch jede Schuld. Der Anwalt fordert nun 750.000,- € Schmerzensgeld. „Schließlich wurde das Leben meiner Mandantin ruiniert!“ Ihr Mann kündigte sogar seinen Job, um sich um die Kinder zu kümmern und seine Frau zu pflegen. Nie wieder wird Ursula Dürr unbeschwert mit ihren Kindern spielen können, nie wieder wird sie wie früher für sie da sein können! Diesen Schmerz lindert kein Geld der Welt!

 

Patientenanwalt
Stefan HERMANN
Fachanwalt für Medizinrecht
- Arzthaftung -

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Patientenanwältin
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